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Malediven...

 

…mit diesem Namen verbindet sich die Vorstellung von Sonne, türkisfarbenem Meer und Wärme.

 

Nach über 7 Jahren reiste ich im Oktober 2011 wieder auf die Malediven.

Damals war ich mehrmals auf einer kleinen Insel im Nord-Male Atoll. Sie hatte wahrlich winzige Dimensionen; nicht mehr als 200 x 200 Meter, ein Restaurant, wunderbares Hausriff, ruhig, ideal für Ruhesuchende und Taucher. Leider nicht mehr erschwinglich, weil zwischenzeitlich zum 5-Sterne-plus Ressort umgebaut.

Diesmal ging es auf eine vergleichsweise riesige Insel im Lhaviyani–Atoll. Ich war sehr gespannt – wie erlebe ich die Malediven diesmal, was ist anders, besser, schlechter.

Aber fangen wir mit der Anreise an. Aus der Berliner Region ging der Flug über München und dann 9 Stunden Non-Stop nach Male. Aber das war noch nicht das Ziel der Reise.

 

Wasserflugzeug

 

Es schlossen sich nach einer Wartezeit im diesmal klimatisierten Warteraum zirka 45 Minuten Flug mit dem Wasserflugzeug zur Urlaubsinsel an.

 

Insel

 

Unterwegs konnte man die einzigartige Welt der Malediven aus der Luft bestaunen. Spiegeleier in blauer See - so sehen die kleineren Inseln aus.

Endlich gelandet schlägt in bester Mittagszeit das tropische Klima in voller Wucht zu. Gut und gerne 31° C und erbarmungslose Sonne, wie erwartet und insgeheim ersehnt, insbesondere nach dem verregneten Sommer 2011. Einweisung, zum Schlüsselempfang für den Bungalow erst einmal eine Fahrt mit einem Minibus -Taxi genannt – zur Rezeption. Dann 10 Minuten Fußmarsch zur Bleibe. Herrlicher Blick aufs Meer, wie gewünscht. Am Abend dann Fußweg über einen ziemlich befestigten Fußweg, auf dem auch der Versorgungsverkehr der Insel mit Autos läuft, zum Restaurant. Groß ist diese Insel wirklich!

In den folgenden Tagen lernte ich die Möglichkeiten dieses Urlaubsziels kennen, ohne alle in Anspruch zu nehmen. Denn eigentlich interessierten mich im Wesentlichen drei Dinge:

  • Tauchen, wie sieht heute die Unterwasserwelt aus

  • Tier und Pflanzenwelt auf dieser Insel

  • ein Vergleich mit meinen früheren Domizil hier.

Es gäbe hier so viel zu schreiben. Das sprengte sicher den Rahmen dieses Kurzberichts. Wer mehr erfahren will sollte die Gelegenheit nutzen, meine Fotoshow zu diesem Thema zu besuchen.

Deshalb hier nur meine persönlichen Eindrücke von dieser Insel in Kurzform.

 

Wie schon oben erwähnt, es war eine große Insel, die wir diesmal gebucht hatten, mehr als 1500 Meter lang, 300 Meter breit mit einer vorgelagerten Sandbank. Es gibt an die 400 verschiedenste Bungalows jedweden Komforts, von „einfach“ bis Super-Luxus mit eigenem Swimmingpool. Natürlich haben die somit etwa 800 möglichen Gäste nicht die gleichen Erwartungen und Ansprüche an ihren Urlaub. Familien mit kleinen Kindern hätten gern einen Swimmingpool – gibt’s, Tennis-, Golf, Badminton, Fußball- und Volleyballfreunde können ihrem Hobby auch im Urlaub nachgehen. Jeden Abend wird im Hauptrestaurant für Unterhaltung bis etwa 24 Uhr gesorgt, von Crab-Race, einem zweifelhaften „Rennen“ mit kleinen Einsiedlerkrebsen,

 

Einsiedler

 

bis zum Discoabend, alles da.

Und tauchen kann man auch. Eine tolle Tauchbasis mit Nitrox bietet verschiedenste Tauchgänge, vom Hausriff bis zu Ganztages- Ausflug, Taucherherz, was willst Du mehr.

Leider hat sich die Unterwasserwelt, hier speziell die Hartkorallen, nicht von der Bleiche Anfang der 2000 erholt. Und man sieht so viele tote Korallenstöcke. Da deckt sich mein Eindruck mit diversen Berichten in speziellen Taucherforen.

Im Meer ist trotzdem interessantes Tierleben zu beobachten. Neben den üblichen Kleinfischen

 

Gelber Fisch

 

 

Fisch 2

 

kann man – mit etwas Glück – Grauhaie,

 

Grauhai

 

Adlerrochen, riesige Schildkröten, Muränen,

 

Muräne

 

Feuerfische,

 

Feuerfisch

 

Nacktschnecken, Kugelfische, Kofferfische usw. sehen.

 

Sehr positiv überrascht hat mich die Tier und Pflanzenwelt der Insel. Kein Vergleich mit meinem vorherigen Domizil. Gleich bei der Ankunft konnte ich Weißschwanz-Tropikvögel

 

Tropikvogel

 

sehen, wunderbar. Fliegende Hunde,

 

Fliegender Hund

 

Reiher,

 

Reiher

 

Strandläufer, Schmetterlinge,

 

Schmetterling

 

Libellen, Schlupfwespen und und und, ich kann gar nicht alles aufzählen. Die Vielfalt der Pflanzen ist auch überraschend, selbst wenn man einkalkulieren muß, daß davon sicher nur ein kleinster Teil ursprünglich auf der Insel vorkam. Eine Schattenseite ist aber, daß der Mensch mit Insektiziden ständig gegen Lästlinge wie Mücken, Sandflöhe und Co. vorgehen muß.

 

Apropos Schildkröten; ein Erlebnis der besonderen Art war es, als sich eines Morgens eine frisch geschlüpfte Schildkröte

 

Schildkröte 1

 

in unser Bad fand verirrt hatte (das war von außen zugänglich), statt ins Meer zu gehen. Es war herzerwärmend, diesem kleinen Lebewesen die Freiheit im Meer zu schenken

 

Schildkröte 2

 

und zuzusehen, wie sehr sie sich im Meer wohlfühlte.

 

Schildkröte 3

 

Möge sie in hundert Jahren noch leben und sich daran erinnern, auf welchem Weg sie ins Wasser kam. Mach´s gut, meine Kleine!

 

Die Hitze hat dort aber auch besondere Tücken. Schon nach wenigen Tagen hat einen die tropische Faulheit eingeholt. So mußte ich mich manchmal wirklich zusammenreißen, um all die Dinge um mich herum zu fotografieren, um einen Eindruck von dieser Insel und der Unterwasserwelt einzufangen.

Faulheit ist manchmal sooo schön!

 

Wer neugierig geworden ist, kann mehr über dieses Paradies unter südlicher Sonne in einem ca. 1 1/2 stündigem Fotovortrag erleben.  Termine siehe hier.

 

Und neu Ende 2012

 

MALEDIVEN erweitert!

Während der Reise im Jahr 2012 auf die Malediven konnten zahlreiche neue Fotos und Videoaufnahmen gemacht werden.

In einem weitgehend neugestalteten Vortrag können Sie diese sehen.

 Termine siehe hier.